Henry Jacobi Pressekonferenz 2019

Henry Jacobi: Ganz klar, ich will aufs Podest

Bevor am Samstagmorgen ab 7.45 Uhr Motorensound beim „MXGP of Germany“ den TALKESSEL flutet, stand MSCler Henry Jacobi heute Medien Rede und Antwort. Welchen Stellenwert das Heimrennen für den 22-jährigen Thüringer hat, umschrieb der aktuelle WM-Vierte der Klasse MX2 mit folgenden Worten: „Ich schaue das ganze Jahr auf dieses eine Wochenende. Ich bereite mich vor allem gedanklich speziell darauf vor, um die maximal beste Leistung herauszuholen. Wenn ich irgendwo gut sein will, dann hier in Teutschenthal.“ 

Vom Autogrammjäger zum Autogrammgeber

Und der TALKESSEL ist für Henry, der für das niederländische Kawasaki-Team F&H Racing fährt, nicht irgendeine Strecke: „Ich kenne die Rennen schon als Kind aus Zuschauersicht und war früher bei den Superhelden selbst auf Autogrammjagd. Ich konnte es als kleiner Junge nicht verstehen, wenn ein Fahrer kein Autogramm gegeben hat. Damals habe ich mir gesagt, dass ich, wenn ich einmal gut bin, mir so oft es geht die Zeit nehme, um ein Autogramm zu schreiben. Wenn ich den Helm und die Brille auf habe und zum Vorstart muss, geht es natürlich nicht, aber wann immer es passt, will ich für meine Fans da sein.“ Zu seinen Zielen fürs bevorstehende Wochenende meinte er ohne zu zögern: „Ganz klar, ich will aufs Podest.“ 

In jeder Klasse starten deutsche Fahrer

Damit das klappt, haben die Mitglieder des MSC Teutschenthal einmal mehr die Ärmel hochgekrempelt. Vereinschef Jens-Uwe Jahnke: „200 bis 300 ehrenamtliche Helfer sind schon seit vielen Wochen dabei, alles herzurichten, damit wir dem hohen Standard der Weltmeisterschaft gerecht werden und wir die WM somit am Standort Teutschenthal halten können. Wir glauben ganz fest, dass es auch dieses Jahr eine schöne Veranstaltung wird. Besonders freuen wir uns, dass in jeder Klasse einige deutsche Fahrer am Start sind.“ 

Einige Änderungen an der Strecke

Nach jetzigem Stand sind in den zwei WM- und zwei EM-Klassen rund 270 Fahrer aus 32 Nationen am Start. „Wir haben auch viele Fananfragen aus dem Ausland und sind mit dem Verlauf des Ticketvorverkaufes sehr zufrieden“, sagt MSC-Geschäftsführer Andreas Kosbahn. Da der Teutschenthaler „Talkessel“ als Strecke gilt, auf der es nicht einfach ist zu überholen, hat der Verein in Abstimmung mit dem WM-Ausrichter wieder einige Veränderungen vorgenommen. „Wir haben einige sogenannte ,Split Lanesʻ eingebaut, damit über verschiedene Linien mehr Überholmanöver möglich sind“, so Kosbahn. „Das ist nicht nur im Sinne der Fahrer, sondern auch der Fans, denn die sind unser größter Sponsor. Wir wollen, dass sich die Fans bei uns wohlfühlen und gern wiederkommen.“ 

(Teutschenthal, 20.06.2019, Foto: Holger John)