Henry Jacobi in Sevlievo

Es hat für Henry leider nicht gepasst in Bulgarien

MSCler Henry Jacobi kurvt gerade nicht auf einer Erfolgswelle. Während es bei uns im TALKESSEL um Punkte für die Landesmeisterschaft von Sachsen-Anhalt ging, wollte der Nordthüringer im fernen Bulgarien möglichst viele WM-Zähler einfahren. Der Gorna Rositza Circuit von Sevlievo, 1778 Autokilometer von Teutschenthal entfernt, zählt eigentlich zu den Lieblingsstrecken der Husqvarna-Piloten vom STC Racing Team. Doch diese „Liebe“ wurde am Sonntag leider nicht erwidert.

„Das Bike war total krumm“

Dabei ging es mit den Trainings ganz gut los. Auf Position zehn lag Henry nach Ende des Zeittrainings. Keine schlechte Ausgangssituation für die Rennen. Doch die anhaltende Hitze vor Ort ließ trotz aller Bemühungen der Streckenverantwortlichen die Bahn immer wieder abtrocknen. Vor jeder Session musste ordentlich gewässert werden, was dem MX2-Fahrer im Qualifying Race schon einen schwereren Ausrutscher in der ersten Kurve bescherte. Dann noch einen Sturz. Mit stark beschädigtem Motorrad beendete Henry das Rennen. „Das Bike war total krumm, die Kupplung funktionierte auch nicht mehr – mehr als der 19. Platz war nicht drin.“

Henry Jacobi beim MXGP 2018 in Bulgarien

Doch es war ja nur das Quali-Rennen. Punkte gibt’s am Sonntag. Mit neuem Mut also ans Startgatter. Doch schon in Runde 4 wurde der Mann aus Bad Sulza, gerade an die Top-10 herangefahren, jäh gestoppt. „Der Benzin Schnellverschluss war defekt, so hat das Motorrad keinen Sprit mehr bekommen und ich musste aufgeben“, so Henrys Erklärung.

Auf ein Neues in der Türkei

Und Lauf zwei? Es blieb verhext. Bei der ersten Zeitmessung auf Platz fünf geführt, rutschte Henry auf einer gewässerten Stelle über das Vorderrad weg und musste seine Konkurrenz wieder ziehen lassen. Auf Position 13 ging es weiter. Ein böser Sturz über den Lenker beendete in Runde zwölf aber Aufholjagd und Rennen. „Ich bin an einer Kante in einer bergauf Treppe hängen geblieben. Da war nichts mehr zu retten.“

Nüchternes Fazit des MSClers: „Natürlich bin ich unglaublich enttäuscht über das Wochenende. Mir gefiel die Strecke wirklich gut und ich war auch schnell. Das hätten gute Ergebnisse werden können. Aber jammern hilft jetzt nicht. Ich werde in Ruhe das Wochenende analysieren und nächste Woche in der Türkei wieder angreifen.“

Dafür für Erfolg, Henry.

(Teutschenthal, 29.08.2018, Text: PM Jacobi, Fotos: Eva Szabadfi/ixs)