Henry Jacobi in Spanien 2018

Henry Jacobi in Spanien: Holeshot und Sturz

Wieder ein Rennwochenende für MSCler Henry Jacobi, das alle seine Fans jauchzen und schluchzen ließ. Auf den Holeshot im ersten MX2-Rennen am vergangenen Sonntag beim MXGP in Spanien folgte ein schlimmer Sturz im zweiten Lauf. Doch der Reihe nach:

Gesundheitlich angeschlagen ins Rennen

Der Red-Sands-MX-Track in der Nähe von Valencia war für Henry durch viele Trainingsaufenthalte kein unbekannter. Doch zum WM-Lauf am vergangenen Wochenende reiste der Pilot vom Team STC Racing gesundheitlich angeschlagen an. „Ich hatte nicht viel geschlafen und war daher auch nicht top fit“, sagte der Thüringer. So kam er schon bei den Trainings nicht zurecht und bei den Quali-Rennen wurde es nicht besser. Zudem musste er auf sein Ersatz-Bike ausweichen. „Dann lief gar nichts mehr. Obwohl wir noch einige Setup-Einstellungen änderten, kam ich mit dem Ersatzbike nicht klar.“ Startplatz 16 war es am Ende.

Schnellster Starter in Lauf eins

Um so überraschender der Beginn am Sonntag. Was beim ersten Rennen geschah, ließ die deutschen Fans in Jubel ausbrechen. Der 21-Jährige zeigte einen grandiosen Start und holte sich – nach Mantova 2015 – zum zweiten Mal in seiner WM-Karriere, den Holeshot. Als die erste volle Runde beendet war, wurde der Husqvarna-Fahrer an Position drei geführt. „In Führung zu liegen, war ein unbeschreibliches Gefühl – aber auch etwas ganz Neues für mich. Ich kann nicht sagen warum, aber ich bekam schon nach der zweiten Runde harte Arme und musste, um keine Fehler zu machen, abreißen lassen. So schafften es noch einige Konkurrenten an mir vorbei.“ Rang 12 stand am Ende auf dem Ergebniszettel.

Zum Glück fast nichts passiert

Der Start zum zweiten Rennen lief weniger optimal. Der ehemalige Junioren-Weltmeister tauchte als 16. am Zielhügel auf und war bemüht, weitere Positionen gut zu machen. Dann die Schrecksekunde: „In der dritten Runde bin ich im Sprung mit einem anderen Fahrer zusammen geprallt. Das hat mich in der Luft vom Motorrad geholt. Ich weiß gar nicht wie viel Glück ich hatte, dass mir nahezu nichts passiert ist. Das hätte ganz anders ausgehen können. Nur mein Motorrad hatte nicht so viel Glück. Das war nicht nur schief, das war komplett zerstört. Also musste ich aufgeben.“

Doch schon geht der Blick des MSClers Richtung Zukunft. Und die spielt sich am ersten April-Wochenende im italienischen Pietramurata ab. Henry: „Ich hoffe wirklich, dass ich wieder angreifen kann und meine Starts erneut erfolgreich sind. Mit 38 Punkten bin ich im Moment Fünfzehnter im Gesamtbanking. Das soll natürlich noch besser werden.“

Viel Glück dafür, Henry

(Teutschenthal, 29.03.18)