Lori Zimmermann

Küchenfee Lori Zimmermann: Seit 20 Jahren Spaß an „Krach, Dreck und Stress“

Den allermeisten im MSC nicht bekannt und dementsprechend kaum beachtet, gab es am WM-Wochenende für eines unserer Klubmitglieder ein kleines Jubiläum. Hannelore Zimmermann, die wir alle nur “Lori“ nennen, feierte ihre 20-jährige Clubmitgliedschaft. Mit ein bisschen Stolz zeigte sie in einer ruhigen Minute während der WM ihren Clubausweis als Beleg vor. Den hatte unsere langjährige Küchenfee extra eingesteckt.

Seit 1997 ist Lori so emsig wie bekannt resolut in der MSC-Küche am Wirbeln. Ihr Mann war drei Jahre zuvor verstorben. Sich dem Club anzuschließen – keine große Sache für die gebürtige Hallenserin. Denn Verbindungen zum MSC hatte sie schon viel länger. Die Gaststätte ihrer Familie, der „Goldene Ring“ in Eisdorf, war in den Anfangsjahren das Stammlokal des Clubs. „Zusammen mit meiner Mutti habe ich da gekocht“, erzählt Lori, „und ein Mal im Monat haben die dann bei uns getagt“.

„Goldener Ring“, LPG und MSC

Hochzeiten, Einschulungen, andere Familienfeiern und der ganz normale Tagesbetrieb mit Speisekarte waren von 1956 bis 1973 das tägliche Geschäft der Zimmermanns in ihrem Gasthaus mit Gartenlokal. Mittlerweile ist das Gebäude abgerissen, heute nur noch eine Brachfläche. Um so stolzer ist Lori, dass der „Goldene Ring“, auf Postkarten und alten Fotos festgehalten, in einigen Büchern über Teutschenthal für die Nachwelt zumindest im Bild erhalten bleib. Bei der WM hatte Lori zwei Büchlein dabei. Auf einem Bild darin ist sogar sie zu sehen, geschäftig – was sonst – hinter dem Tresen stehend. 1974 wechselte sie dann zur Teutschenthaler LPG und sorgte dort für die Versorgung. Die älteren Einheimischen im Club können sich daran noch erinnern.

Und als wäre ihr langjähriger Berufsalltag nicht schon arbeitsam genug gewesen, übernahm Lori, die im kommenden Jahr übrigens ihren 80. Geburtstag feiert, dann quasi die große Suppenkelle beim MSC. Lange standen Herde, Kühlschrank und Küchenzeile für die Clubversorgung in der alten Baracke, die vor wenigen Jahren für das neue Clubgebäude abgerissen wurde (glücklicherweise). Mittlerweile gibt es die Verpflegung für alle MSCler in der umgebauten Club-Kantine, dem einstigen Jury-Gebäude.

Hauptsache die Suppe schmeckt

„Viel habe ich von denn Rennen nie mitbekommen“, erzählt Lori und lacht herzhaft, „nur Krach, Dreck und Stress“. Dem einen oder anderen auch lauteren Wortwechsel weicht sie dabei bis heute nicht aus. Doch spätestens wenn alle Kaffeekannen gefüllt sind, die Suppe schmeckt und der Kartoffelsalat mit Schnitzel oder Würstchen an alle hungrigen MSC-Arbeiter vor dem Tresen ausgereicht werden kann, dann ist sie’s zufrieden.

Dabei war der Motocross-Sport eigentlich nie das, was Lori an unserem Club interessiert hat. „Für mich war es immer diese Arbeit, die ich machen konnte“, sagt sie lächelnd. Das mit dem Sport überlässt sie anderen in der Familie. Auch Zimmermanns machen nämlich keine Ausnahme. Bekanntlich gilt eine Mitgliedschaft im MSC immer für die gesamte Familie. Und so sitzt Enkel Luca, während Oma Lori hoffentlich noch lange in der MSC-Küche wirbelt, längst auf einem MX-Bike und dreht crossige Runden.

Danke für Dein 20-jähriges Engagement bei uns im Club, Lori.

(Teutschenthal, 14.06.17)