Larissa Papenmeier 2018 beim WM-Lauf in Portugal

Larissa Papenmeier: Ich will die red plate zurück

Zum Pressegespräch in Vorschau auf den „Grand Prix of Germany“ Pfingsten bei uns im TALKESSEL war gestern MX-Lady Larissa Papenmeier bei uns zu Gast. Wir haben natürlich die Gelegenheit genutzt, um mit ihr ins Gespräch zu kommen:

Podium fest im Blick

Ihr Vorhaben für Pfingsten ist eindeutig. „Mein Ziel ist der Sieg“, sagt Larissa Papenmeier mit fester Stimme, wohl wissend, dass sie aktuell in einer tollen Form ist. „Zwar wäre ich auch mit einer anderen Top-3-Platzierung zufrieden, denn die Saison ist noch lang. Doch der Grand-Prix-Sieg in Teutschenthal und wieder die red plate in den Händen halten, das wäre schon super.“ Die aktuell beste deutsche Motocrosserin kennt das Gefühl bereits. Beim Auftakt zur Frauen-Weltmeisterschaft vor wenigen Wochen in Norditalien bekam sie auf dem Podium bereits den Siegerpokal und die kleine rote Tafel als Gesamt-Führende in der WM  überreicht. Durch den zweiten Platz danach beim Portugal-Grand-Prix musste Larissa sie leider wieder hergeben.

Nächste Chance zur Rückeroberung: Pfingsten, wenn der TALKESSEL Schauplatz für das dritte von insgesamt sechs Rennen in der diesjährigen Frauen-WM ist. Und für die Suzuki-Pilotin vom Team Twenty-Racing-Suspension wird das garantiert ein Heimspiel, auch wenn das heimatliche Bünde in Westfalen und vier Autostunden entfernt liegt. Larissa weiß gar nicht mehr, wie oft sie schon auf der WM-Strecke gefahren ist und am Ende des Renntags den Siegerpokal mit nach Hause nehmen konnte. Auch die red plate hat sie hier schon einmal erobert. „Das war 2007“, erinnert sich Larissa. „Die Platte war damals aber pink und die Frauen-WM hieß noch Weltcup.“

„Ich mag die Strecke“

Seither hat sich im Frauen-Motocross einiges getan und die Weltspitze das Ladies ist längst sehr schnell unterwegs und sehr international aufgestellt. Die Neuseeländerin Courtney Duncan, die Niederländerin Nancy Van de Ven und die Italienerin Kiara Fontanesi zählt Larissa zu ihren härtesten Konkurrentinnen. Mit Steffi Laier und Anne Borchers kommen weitere starke Fahrerinnen aus Deutschland hinzu. Die 1,53m (Larissa: „Komma 5!“) große Motocrosserin rechnet sich trotzdem viel für Teutschenthal aus. „Ich mag die Strecke mit dem Hoch und Runter und mit den tiefen Rillen.“´

Die nötige Grundfitness für reichlich 20 Minuten Vollgas, maximale Körper- und Technikbeherrschung sowie ein gehöriges Maß an Angriffslust hat sich Larissa über den Winter zugelegt. Neben regelmäßigem Krafttraining sind der 28-Jähigen, die mit fünf Jahren erstmals ein Motocross-Bike steuerte, jetzt in Vorbereitung auf die WM-Läufe möglichen viele Trainingsstunden auf ihrer Suzuki wichtig. Auch vor dem Grand Prix in Teutschenthal, bei dem sie unbedingt auf dem Podium stehen will. Dass sie vor zwei Jahren im TALKESSEL (im vergangenen Jahr pausierte die Frauen-WM in Teutschenthal) mit Rang vier nur knapp am Siegerpodest vorbeigefahren ist, dürfte für die ehrgeizige Motocrosserin aus Bünde ein zusätzlicher Ansporn sein.

Wir wünschen Larissa viel Erfolg für ihre Starts in Teutschenthal.

(Teutschenthal, 3.05.2018, Text: Karola Waterstraat, Foto: Roman Borak/MXGP)