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Nick Domann: Voll konzentriert an den EMX-Start

Nein, besonders aufgeregt sei er nicht. Sagt er. Nick Domann will sich voll und ganz auf sich selbst konzentrieren. Und dann sein Bestes geben. „Klar ist es cool bei der WM in Deutschland zu fahren und was für die Fans zu leisten“, sagt der junge Motocrosser mit der Startnummer 543, der dem MSC Teutschenthal angehört und dessen Name in der Namensliste für die EMX125-Klasse geführt wird. Doch Nick will fokussiert bleiben bei seiner Premiere, im TALKESSEL vor WM-Publikum zu fahren, und sich nicht zu sehr ablenken lassen.

„Ich will die Quali schaffen“

Denn da sind die bisherigen Starts in der EMX125-Klasse in Italien und Frankreich, die nicht zuletzt aufgrund größerer technischer Probleme alles andere als glücklich verliefen. Null Punkte stehen bisher auf dem Konto des jungen KTM-Piloten vom Kosak Racing-Team. Man merkt, dass ihn das ärgert, dass er ganz andere Ansprüche an sich selbst hat.

Nick Domann

Foto: Holger John

Die Zielstellung für das Heimrennen in Teutschenthal ist deshalb klar: „Ich will die Quali schaffen und dann in die Punkte fahren. Vom Fahrerischen her müsste ich das schaffen. Nur die Technik muss mitspielen.“

Vielleicht ist es ganz günstig, dass sich Nicks Anhang in Teutschenthal auf Familienmitglieder und einige wenige Sponsoren beschränken wird. Seine halbe Schulkasse an der Strecke wäre der Ablenkung vielleicht zu viel. Aber bei denen sei der Motocross-Virus sowieso nicht übergesprungen, erzählt Nick ohne großes Bedauern. Gerade hat er die 10. Klasse beendet und war vor allem mit den mündlichen Prüfungsergebnissen ganz zufrieden. Das Abitur will der Meseberger jetzt in Angriff nehmen.

Vorbilder: Jacobi und Cairoli

Zukunftsmusik. Am WM-Wochenende beschäftigt das den MSCler sicher nicht. Er freut sich einfach auf die Rennen. Und natürlich auch darauf, seine MX-Heros zu treffen. MX2-Crosser Henry Jacobi zählt er dazu und anerkennt: „Der hat sich echt gut nach vorn gefahren.“ Und dann der große Mann der letzten Motocross-Jahre, Toni Cairoli. „Es ist Wahnsinn, auf welch hohem Niveau der für sein Alter noch fährt“, so der EMX-Pilot mit echter Bewunderung. 33 ist der Italiener mittlerweile und hat neun WM-Titel. Nick ist jetzt 16 und will sich aufmachen in Richtung Weltmeisterschaft. Ein gutes Ergebnis im Rahmen des „MXGP of Germany“ könnte dafür ein guter Schritt sein.

(Teutschenthal, 15.06.2019, Text: Waterstraat)