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PI: Ein Deutscher hat beste Chancen auf das Podium

(Teutschenthal, 5.5.2016) Schafft er es auf das Podium, vielleicht sogar auf das oberste Siegertreppchen? Tausende deutscher Motocross-Fans drücken jedenfalls die Daumen. Max Nagl, Deutschlands bester Fahrer in der Motocross-Weltmeisterschaft, geht am kommenden Wochenende, 7./8. Mai, beim „Grand Prix of Germany“ zur Motocross-WM 2016 im „Talkessel“ Teutschenthal (Saalekreis/ Sachsen-Anhalt) an den Start. „Das ist für mich ein Highlight des Jahres. Es ist jedes Mal beeindruckend, vor heimischen Fans zu starten. Ich bin in guter Form und möchte dort eine tolle Show abliefern. Ein Sieg auf heimischen Boden wäre sensationell“, sagt Nagl.

Aktuell steht der 28-jährige Oberbayer in der Königsklasse MXGP (bis 450ccm Motorisierung) auf Platz vier im Gesamtklassement. Die WM begann in Qatar und Thailand zwar nicht optimal für den Fahrer vom Team Rockstar Energy Husqvarna Factory Racing. Doch es folgten ein zweiter und zwei dritte Plätze. Pech hatte Nagl am vergangenen Wochenende in Lettland, als erneut das Podium winkte und Nagl durch Sturz des WM-Leaders Tim Gajser ausgebremst wurde. Dennoch geht es in der Gesamtwertung stetig aufwärts. Und Nagl reist mit starker Form in Teutschenthal an.

Der „Talkessel“ zählt zu seinen Lieblingsstrecken. Vor 15 Jahren, im Jahr 1999, tauchte der Name Max Nagl zum ersten Mal in der Siegerliste von Teutschenthal auf. Damals gewann der spätere Motocross-Mannschaftsweltmeister einen Lauf zur Deutschen Meisterschaft in der 80ccm-Nachwuchsklasse. Weitere Siege und tolle Platzierungen kamen in den folgenden Jahren hinzu. Aber auch eine schwere Niederlage. „Als einer der aussichtsreichsten WM-Siegkandidaten stürzte Max im vergangenen Jahr bei uns im Talkessel schwer. Das war auch für uns eine schwarze Stunde. Um so mehr hoffen wir alle, dass Max am Wochenende wieder eine tolle Leistung abliefern kann und dafür auch belohnt wird“, sagt Rennleiter Andreas Kosbahn vom gastgebenden Motorsportclub Teutschenthal e.V. im ADAC.

Zehn Rennen in fünf Klassen an zwei Tagen

Neben der MXGP-Klasse stehen auf dem Rennprogramm fürs Wochenende weitere Rennserien, so die „kleine“ WM-Klasse MX2 (bis 250ccm) und die Frauen-WM. Mit der EMX250 und der EMX150 Honda kommen zwei europäische Klassen hinzu. Damit starten im „Talkessel“ annähernd 250 Fahrerinnen und Fahrer aus mehr als 30 Nationen. Darunter sind in allen Klassen weitere deutsche Motocrosser, u.a. Henry Jacobi und Brian Hsu in der MX2, sowie Larissa Papenmeier, Steffi Laier und die Lokalmatadorin Anne Borschers in der Frauen-Klasse.

Da je Klasse zwei Rennen gefahren werden, bedeutet das einen dicht gefüllten Zeitplan an zwei Tagen. Am Samstag, 7. Mai, werden die ersten Bikes um 7:45 Uhr zum Training auf die Strecke gehen. Die Trainings- und Qualifikationsläufe sowie erste Wertungsläufe folgen bis nach18:00 Uhr. Der Sonntag, 8. Mai, beginnt um 8:15 Uhr mit dem ersten Warm-up und gehört ab Mittag voll und ganz den Hauptklassen MX2 und MXGP. Die Starts sind in der MX2 um 13:15 und 16:10 Uhr sowie in der MXGP um 14:15 und 17:10 Uhr.

Foto: Max Nagl (Marian Groß)

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