Henry Jacobi startet in die Motocross-WM

Start für Motocross-WM 2019 in Argentinien

Die Zeit des Wartens hat ein Ende. Mit dem „Motocross Grand Prix von Patagonia“ im argentinischen Neuquen startet am kommenden Wochenende die Motocross-WM in die Saison 2019. Diese umfasst 19 Läufe, von denen der Große Preis von Deutschland am 22. und 23. Juni im Teutschenthaler TALKESSEL die elfte Station sein wird.

Herlings, Cairoli und …?

Zu den heißesten Favoriten auf die Titel zählen natürlich die beiden amtierenden Weltmeister. In der Top Klasse MXGP ist das Überflieger Jeffrey Herlings aus den Niederlanden, der derzeit allerdings an einer Fußverletzung laboriert. Der dreifache Teutschenthal-Sieger hat vor allem in seinem Stallgefährten, dem neunfachen Welt- und letztjährigen Vizeweltmeister Tony Cairoli aus Italien, sowie in den beiden Ex-Weltmeistern Tim Gajser aus Slowenien und Romain Febvre aus Frankreich die größte Konkurrenz. Aus deutscher Sicht sind die Daumen natürlich für Max Nagl gedrückt, der nach seinem TM-Engagement zu KTM zurückgekehrt ist.

Henry will Podiumsplätze sammeln

In der MX2 ist der Spanier Jorge Prado der Gejagte. Die meiste Gegenwehr dürfte er von Thomas Kjer Olsen aus Dänemark, Ben Watson aus Großbritannien, Calvin Vlaanderen aus den Niederlanden sowie Jed Beaton aus Australien erfahren. Und hoffentlich auch von MSCler Henry Jacobi, der sich in diesem Jahr vorgenommen hat, Podiumsplätze zu sammeln.

Heimspiel für Tom Koch

Weitere deutsche Fahrer werden beim WM-Auftakt in Argentinien nicht dabei sein und nur die europäischen Rennen bestreiten. Dazu gehören der Thüringer Tom Koch und der Saarländer Stefan Ekerold. Vor allem bei Tom Koch, der aus der MX2 in die MXGP-Klasse aufsteigt, ist die Vorfreude auf sein Heimspiel riesig: „Es ist immer ein geiles Gefühl, vor heimischem Publikum zu fahren. Ich bin 2012 schon einmal im Pokal und 2015 im ADAC MX Youngster Cup im TALKESSEL gefahren. Im Rahmen der WM habe ich 2016 am EMX250-Lauf teilgenommen, mich aber leider nicht qualifiziert. Der Hammer war es letztes Jahr. Einfach unbeschreiblich, wie ich angefeuert und nach vorn gepeitscht wurde. Da bekommt man sogar während des Fahrens ein richtiges Gänsehautgefühl. Es ist einfach der Wahnsinn, wenn man als Deutscher vor deutschem Publikum fährt, und man spürt, dass alle Augen auf einen gerichtet sind. Das will ich auch in diesem Jahr wieder erleben und werde, wie immer, einhundert Prozent geben.“

(Teutschenthal, 27.02.2019, Text: Thorsten Horn)