Steffen Teubner bei den ClubMasters 2015

Classic-Motocross: Steffen rollt mit einer CZ an den Start

In genau vier Wochen gibt es auf der WM-Strecke TALKESSEL zum allerersten Mal ein Classic-Rennen. Drei verschiedene Klassen sind ausgeschrieben. Und MSCler Steffen Teubner hat für die Klasse der ältesten Maschinen (bis Baujahr 1974) gemeldet. Der 37-Jährige will mit einer CZ 380ccm startet. Die ist von 1969 und damit älter als er selbst. „Das ist auch mein ältestes Motorrad“, sagt der Teutschenthaler, der mehrere Motocross-Oldtimer besitzt. Sie wieder aufzubauen und daran rumzuschrauben, ist sein Hobby.

Spross der Motocross-Familie Teubner

Die ausgehenden 1960er Jahre waren auf der internationalen Motocross-Bühne die großen Jahre von Dreifach-Weltmeister Paul Friedrichs. Aber auch ein gewisser Gerhard Teubner aus Teutschenthal, der Vater von Steffen, war damals erfolgreich unterwegs. In den WM-Starterlisten der 250ccm-Klasse jener Jahre taucht sein Name als CZ-Werksfahrer immer wieder auf. „Das ist der kommende Mann“, hieß es damals in der Motocross-Szene der DDR. Und auch Steffens beide Onkel, Heinz und Joachim Teubner,  waren im Osten Deutschlands erfolgreiche und mit Meistertiteln geehrte Motocrosser.

Steffen Teubner bei den ClubMasters 2015

Steffen Teubner bei den MSC-ClubMasters 2015

Kein Wunder also, dass sich Steffen mit dem Motocross-Virus infiziert hat, auch wenn er nie auf die nationale oder sogar internationale Bühne wollte. „In der Landesmeisterschaft bin ich immer mal einzelne Rennen mitgefahren“, erzählt Steffen und lacht: „Für mehr war nicht Zeit. Es war halt die Sturm-und-Drang-Phase, da war vieles andere wichtiger.“

Doch mit seiner Liebe für historische Motocross-Bikes, die zu den aktiven Zeiten seiner Vaters auch durch den TALKESSEL jagten, schließt sich der Kreis. Und eines ist klar: „Wenn ich an den Start gehe, will ich auch gewinnen oder zumindest eine gute Platzierung erreichen.“ Das ist Steffen, der häufiger bei Classic-Rennen startet, gerade bei der Europameisterschaft für historische Motocross-Maschinen in Dieskau bei Halle (Saale) gelungen. „Da bin ich guter Neunter von 23 Fahrern geworden.“

WM-Strecke muss noch passend gemacht werden

Dass der TALKESSEL jetzt erstmals Schauplatz für ein Rennen mit historischen Motorrädern ist, findet der MSCler, den alle wegen seiner Ausbildung nur „Der Schmied“ nennen, richtig gut. Allerdings hofft er, dass es in seiner Altersstufe für Fahrer bis 50 Jahre noch mehr Einschreibungen werden. Von den bislang knapp 40 Meldungen für die Classic-Klasse entfallen bisher nur sechs als seine Altersgruppe. „Die fahren lieber in der Twinschock-Klasse, was eigentlich sehr schade ist“, so Steffen, der sich natürlich darauf freut, auf seiner Clubstrecke wieder mal Gas geben zu können.

Einen Wunsch hat er allerdings noch: „Die Strecke muss noch befahrbar gemacht werden. Auf dem hohen WM-Niveau wird es für uns mit dem Fahren schwierig.“ Aber das hat Pistenchef Daniel garantiert im Blick und wird die Strecke rechtzeitig hinbekommen.

Anmeldungen für das Classic-Rennen, für das der ADMV Ausrichter ist, sind bis zum 25. Juni möglich unter: www.classicmxteutschenthal.de

(Teutschenthal, 16.06.17)